Neue Antibiotika

Das Bakterium E. terrae produziert ein neuartiges Antibiotikum, das gegen ein breites Spektrum von Krankheitserregern wirkt.© William Fowley, Northeastern University, USA

Antibiotika haben die Lebenserwartung des Menschen stark erhöht, doch sind Multiresistenzen aufgrund von übermäßigem Antibiotika-Einsatz mittlerweile allgegenwärtig, sodass konventionelle Antibiotika zunehmend ihre Effektivität verlieren. Obwohl die Medizin neue Mittel dringend benötigt, werden kaum noch Wirkstoff-Kandidaten entwickelt, denn die Suche nach neuen Substanzen ist für viele Pharmafirmen wirtschaftlich unattraktiv.

DZIF-Wissenschaftler im Schwerpunkt „Neue Antibiotika“ wollen die Brücke schlagen zwischen Grundlagenforschung und aktuellen Entwicklungsaktivitäten in der Industrie. Sie beteiligen sich am Screening neuer Wirkstoffe und entwickeln neue Methoden zur effektiven Behandlung multiresistenter Keime. 

Schwerpunkte

  • Technologien für das Screening und die Optimierung neuer Wirkstoffe
    Es sollen zum einen bereits bekannte Wirkstoffe verbessert werden, zum anderen werden neue Angriffspunkte und Wirkstoffe durch Screening gefunden und weiterentwickelt.
  • Präklinische und klinische Entwicklung von neuen Antibiotika und Strategien
    Die DZIF-Wissenschaftler haben bereits einige neue Wirkstoffe in der präklinischen Entwicklung. Beispiele sind Corallopyronin A gegen Wurminfektionen und Aminochelocardine gegen Harnwegsinfektionen.

Arbeitsgruppen

  • Natürliche Wirkstoffbibliothek
    Ansprechpartner: Rolf Müller, HIPS Saarbrücken

  • Professur „Genome Mining natürlicher Wirkstoffe“
    Ansprechpartnerin: Nadine Ziemert, Universität Tübingen

  • Nachwuchsgruppe „Synthetische Biologie von antiinfektiven Wirkstoffen
    Ansprechpartner: Leonard Kaysser, Universität Tübingen

  • Nachwuchsgruppe „Medizinische Chemie mit Schwerpunkt Naturprodukte
    Ansprechpartner: Alexander Titz, HIPS Saarbrücken

  • Nachwuchsgruppe „Präklinische und klinische Entwicklung“
    Ansprechpartnerin: Ute Klarmann-Schulz, Universität Bonn

  • Professur „Medizinische Chemie von neuen antiinfektiven Substanzen“
    Ansprechpartner: Ralph Holl, Universität Hambur

Beteiligte Standorte

Bonn-Köln
Hannover-Braunschweig
Tübingen
Hamburg-Lübeck-Borstel-Riems

Ansprechpartner

Interview mit Hans-Georg Sahl, TTU "Neuartige Antiinfektiva"

Koordinator
Rolf Müller, Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland/HZI

Co-Koordinatoren
Hans-Georg Sahl, Universität Bonn
Wolfgang Wohlleben, Universität Tübingen

Projektmanagerin
Claudia Wagner

Projektmanager
Marcus Miethke