Personalisierte Medizin: Von der Diagnose bis zur Therapie

Ziel dieses Projekts ist es, die Behandlung von Patienten, die unter multi-resistenten und extrem resistenten Tuberkulose-Bakterien leiden, individuell zuzuschneiden und die Erfolgsraten zu erhöhen. Resistenztests müssen dafür möglichst frühzeitig in die Diagnose einfließen. Für eine auf den Einzelnen zugeschnittene Behandlung benötigt man Biomarker, die über den Erfolgsverlauf dezidiert Auskunft geben. Bestehende Kohorten von TB-Patienten in Deutschland, Rumänien und Afrika können helfen, diese Biomarker zu finden und zu validieren. Außerdem werden die Wissenschaftler im DZIF analysieren, welche Rolle Begleiterkrankungen und Entzündungen auf den nachhaltigen Behandlungserfolg haben.

Patienten mit multiresistenter Tuberkulose individuell behandeln
In der ersten Förderperiode des DZIF konnten 35 Patienten mit multi- und extensiv-resistenter Tuberkulose (M/XDR-Tuberkulose) rekrutiert werden sowie als Kontrolle 55 Patienten mit nicht-resistenter Tuberkulose. Eine weitere Patientenkohorte wurde in der Klinik in Bukarest (Eastern European Study Site) rekrutiert, außerdem sind Tuberkulose-Patienten an den afrikanischen Partner-Institutionen in der Behandlung. Mit Hilfe dieser Patienten-Kohorten werden die Wissenschaftler Biomarker identifizieren und validieren, die eine Therapie individuell optimieren.
Ansprechpartner: Jan Heyckendorf, FZ Borstel; Christoph Lange, FZ Borstel; Andrea Rachow, Universität München

Begleiterkrankungen der Tuberkulose und ihr Einfluss auf den Behandlungserfolg
Die Dauer und der Erfolg einer Tuberkulose-Behandlung hängt von vielen Parametern ab; unter anderem auch davon, ob Begleiterkrankungen auftreten. Die DZIF-Wissenschaftler werden die Patienten aus den Kohorten nach der Tuberkulose-Behandlung mindestens sechs Monate begleiten und analysieren, welche Behandlungsformen mit welchen Erkrankungen einhergehen können.
Ansprechpartner
: Andrea Rachow, Universität München