24 Oktober 2016 - PRESSEMITTEILUNG

Erste DZIF-Professur in Afrika eingerichtet

Die Universität Tübingen richtet erstmals eine DZIF-Professur in Afrika ein, die vom DZIF und der Regierung von Gabun unterstützt wird. Berufen wurde Dr. Ayola Akim Adegnika, derzeitiger Co-Direktor am Centre de Recherches Médicales de Lambarene (CERMEL) in Lambarene.

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Hat eine DZIF-Professur in Afrika: Ayola Akim Adegnika© privat

Die DZIF-Professur soll sich mit der Immunepidemiologie und der klinischen Infektionsforschung in den Tropen befassen und wird am Centre de Recherches Médicales de Lambarene (CERMEL) in Gabun angesiedelt. Ein wichtiger Schwerpunkt wird in der Malariaforschung und in der Entwicklung neuer Impfstoffe und Therapien liegen. 

Dr. Ayola Akim Adegnika bringt langjährige Erfahrungen in der klinischen Forschung mit. Spezialisiert ist er auf die Epidemiologie von Wurmerkrankungen im Zusammenhang mit allergischen Erkrankungen und Malaria. Weitere Forschungsgebiete sind Immunologie und Epidemiologie von Tuberkulose und Grippe. Er leitete mehrere klinische Studien über neue und bereits vorhandene Impfungen und Medikamente. Nach Abschluss seines Medizinstudiums an der Universität Libreville in Gabun 2002 promovierte Adegnika 2008 an der Universität Tübingen.

"Die neue Forschungsprofessur stärkt die Zusammenarbeit der Universität Tübingen sowohl mit dem DZIF als auch mit unseren Partnern in Gabun", erklärt Professor Ingo Autenrieth, Dekan in Tübingen und Mit-Koordinator im DZIF. Seit vielen Jahren hat das Tübinger Institut für Tropenmedizin über dessen Direktor Professor Peter Kremsner ausgezeichnete Kontakte nicht nur zum CERMEL, sondern auch zu dem Hospital in Lambarene. Kremsner leitet beide Einrichtungen und ist Koordinator des DZIF-Schwerpunkts Malaria.

Das DZIF kooperiert mit verschiedenen "Afrikanischen Partner-Institutionen", um Krankheiten wie Malaria, AIDS, Tuberkulose und andere dort erforschen zu können, wo sie vor allem vorkommen. DZIF-Wissenschaftler der Universitätskliniken und Tropenmedizinischen Institute in Tübingen, Hamburg, Heidelberg und München forschen gemeinsam mit afrikanischen Kollegen in Ghana, Gabun, Burkina Faso und Tansania.

zur Pressemitteilung der Universität Tübingen



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