Hannover-Braunschweig

Am Standort Hannover-Braunschweig sind sieben Partnerinstitutionen mit einer Vielzahl von Projekten und Infrastrukturmaßnahmen am DZIF beteiligt.
Zu ihnen gehören die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Leibniz-Institut DSMZ (Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen), die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), das Twincore – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung GmbH, die Technische Universität (TU) Braunschweig sowie das Robert Koch-Institut.

Hannover-Braunschweig trägt insbesondere zu den Schwerpunktthemen "Globale Gesundheit", Neu auftretende Infektionskrankheiten sowie Infektionen im immungeschwächten Wirt bei. Zwei der insgesamt neun Thematischen Translationalen Forschungseinheiten (TTUs) werden vom Standort aus koordiniert: die TTU Hepatitis und die TTU Gastrointestinale Infektionen. Weiterhin ist Hannover-Braunschweig als einer von drei Fokus-Standorten maßgeblich an den TTUs Infektionen im immungeschwächten Wirt sowie Neue Antiinfektiva beteiligt.

Innerhalb der TTU Hepatitis kann der Standort auf seine erstklassige Expertise in den Bereichen klinische Forschung, Immunologie und Virologie aller viraler Hepatitiden aufbauen. Wichtige Forschungsthemen sind die Einführung von Biomarkern für das Management von Hepatitis B-Infektionen, Immunfunktionen und die Rolle der adaptiven Immunantwort bei der Kontrolle einer akuten Hepatitis C sowie molekularvirologische und wirtsgenetische Faktoren für den Krankheits- und Therapieverlauf einer Hepatitis C-Infektion. Als wichtige infrastrukturelle Maßnahme wird die TTU Hepatitis mit dem in Hannover bestehenden Kompetenznetz Hepatitis (HepNet) kooperieren und das neu eingerichtete HepNet Study House als Plattform für klinische Studien nutzen.

Die TTU Gastrointestestinale Infektionen profitiert maßgeblich von der in Hannover-Braunschweig existierenden weitreichenden Forschungserfahrung auf dem Gebiet des Magenkrebs-Erregers Helicobacter pylori sowie weiteren bakteriellen Erregern von Magen-Darm-Infektionen und der Immunologie des Magen-Darm-Trakts. Auch die umfangreichen Kenntnisse im Bereich des „Next Generation Sequencing“ bakterieller Genome und der Analyse der Zusammensetzung des gastrointestinalen Mikrobioms werden entscheidend dazu beitragen, die gesetzten Forschungsziele innerhalb der TTU Gastrointestinale Infektionen zu erreichen. Darüber hinaus wird die MHH eine observatorische multizentrische klinische Studie zur Zusammensetzung der Darmflora bei Risikopatienten für eine Clostridium difficile-assoziierte Durchfallerkrankung leiten. Als eines des größten Transplantationszentren in Deutschland wird die MHH die Einrichtung einer DZIF-Transplantationskohorte koordinieren.

Weitere Schwerpunkte innerhalb der TTU Infektionen im immungeschwächten Wirt sind neue antivirale Therapien bei Herpesvirusinfektionen und Projekte im Bereich der Immunmodulation. Das HZI mit seiner Außenstelle in Saarbrücken (Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland [HIPS]) verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Naturstoff-Forschung und Medizinalchemie sowie eine exzellente Screening-Einheit.

Durch die Identifizierung, Bereitstellung und Durchmusterung ("Wirkstoff-Screening") von Naturstoff-Bibliotheken und -extrakten sollen innerhalb der TTU Neuartige Antiinfektiva Kandidaten für die Entwicklung neuer anti-infektiver Wirkstoffe identifiziert werden. Wissenschaftler am HZI/HIPS befassen sich zudem mit der Optimierung der gefundenen Leitsubstanzen mittels medizinalchemischer, molekularbiologischer und genetischer Methoden.

Weiterhin ist der Standort an Projekten im Rahmen der TTUs Tuberkulose, HIV  sowie Neu auftretende Infektionskrankheiten beteiligt.

Wichtige translationale infrastrukturelle Maßnahmen am Standort sind die Natürliche Wirkstoff-Bibliothek, das Biobanking (pathogene Organismen), die Bioinformatik-Einheit und die Epidemiologie. Die DZIF-Bioinformatik-Einheit dient der Entwicklung und Anwendung bioinformatischer Methoden in der Infektionsforschung. Standort-spezifische Schwerpunkte der DZIF Natürliche Wirkstoff-Bibliothek und der DZIF Biobanken liegen (i) auf der Sammlung und Charakterisierung neuartiger potentieller Wirkstoffproduzenten sowie (ii) dem Aufbau einer Sammlung wichtiger humanpathogener Bakterien als zentraler Biobank für die Partnerinstitutionen im DZIF. Die DZIF-Infrastruktur „Epidemiologie“ unterstützt unter anderem die verschiedenen Forschungsbereiche des DZIF bei epidemiologischen Fragenstellungen und schlägt eine methodische Brücke zwischen den einzelnen Forschungsbereichen und Infrastrukturen.

Standortsprecher
Sebastian Suerbaum (Medizinische Hochschule Hannover)

Stellvertretender Standortsprecher
Mark Brönstrup (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung)

Standortmanagerin
Silke Hartmann (Medizinische Hochschule Hannover)

Beteiligte Forschungseinrichtungen

Medizinische Hochschule Hannover

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Leibniz-Institut DSMZ - Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

TWINCORE – Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Technische Universität Braunschweig

Robert Koch-Institut

Beteiligte Wissenschaftler

Standorte

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