Tuberkulose

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Mycobacterium tuberculosis. Das grampositive Bakterium ist nur eines von vielen Bakterien, die eine Tuberkulose-Erkrankung hervorrufen.© CDC/Dr. Ray Butler

Mindestens acht Millionen Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose (TB); 1,4 Millionen Menschen sterben jedes Jahr infolge der Infektion. Damit bleibt Tuberkulose, trotz größter Bemühungen, weltweit eines der größten Gesundheitsrisiken. Ko-Infektionen mit HIV und das Aufkommen von weitgehend resistenten und multiresistenten Stämmen (multi-drug-resistant, MDR und extensively drug-resistant, XDR) innerhalb des so genannten Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes (Mtb-Komplex) verschärfen die Problematik zusätzlich. Diese multiresistenten Stämme verbreiten sich zunehmend vor allem in Ost-Europa, in der Sub-Sahara-Region Afrikas und in Asien.

Auf globaler Ebene steht die Eindämmung der Tuberkulose vor mehreren Herausforderungen: Derzeit gibt es keine wirksame Impfung gegen die Lungentuberkulose; wirksame Medikamente gegen TB sind rar, und die Pharma-Industrie hat nur wenige Wirkstoffkandidaten in der Entwicklung. Zudem fehlen Biomarker, mit denen der Erfolg einer Behandlung prognostiziert werden kann oder mit denen es möglich wäre, den Verlauf einer Behandlung exakter zu definieren. Ärmere Länder verfügen außerdem nicht über die Ressourcen, um eine TB-Erkrankung schnell zu diagnostizieren.

Die Thematische Translationseinheit „Tuberkulose" hat sich daher folgende Ziele gesetzt:


Beteiligte Standorte

Hamburg-Lübeck-Borstel
München
Hannover-Braunschweig
Tübingen

Ansprechpartner

Interview mit Stefan Ehlers, TTU "Tuberkulose"

Koordinator
Stefan Niemann, Forschungszentrum Borstel

Co-Koordinatoren
Christoph Lange, Forschungszentrum Borstel
Michael Hoelscher, Ludwig-Maximilians-Universität & Klinikum der Universität München
Ulrich Schaible, Forschungszentrum Borstel

Projektmanagerin
Christiane Gerlach