Gießen - Marburg - Langen

Infektionskrankheiten sind nach wie vor weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Insbesondere durch vermehrte Resistenzbildung gegen Antibiotika und neu auftretende Erreger stellen sie auch in den Industrieländern eine zunehmende Bedrohung dar. Diesem Problem will sich der DZIF-Standort Gießen-Marburg-Langen stellen. Die beteiligten Institutionen bringen ihre vorhandene langjährige Expertise im Bereich der Infektionsforschung und Arzneimittelentwicklung bzw. Arzneimittelzulassung sowie bestehende Infrastrukturen wie das BSL-4-Hochsicherheitslabor in Marburg und das BSL-3-Labor am Paul-Ehrlich-Institut in Langen in das DZIF ein.
Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung neuer oder verändert auftretender Infektionskrankheiten, um bei Ausbrüchen neuer Infektionserreger zum Beispiel durch die Entwicklung von Impfstoffen schnell und effektiv handeln zu können. Der Schwerpunkt in Marburg liegt dabei auf viralen Erregern, in Gießen auf Bakterien und Antibiotikaresistenz.

An der Umsetzung der Ergebnisse wird die Technische Hochschule Mittelhessen mitwirken und identifizierte Wirk- und Impfstoffe in qualitätsgesicherten Produktionsabläufen für wissenschaftliche und Industriepartner herstellen.
Zur rascheren Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis trägt das Paul-Ehrlich-Institut mit seiner Expertise im Bereich der Arzneimittelzulassung
und -entwicklung bei. Das Institut ist zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung maßgeblich an der DZIF-Einheit Produktentwicklung beteiligt und analysiert hier unter anderem Daten aus Zulassungsverfahren, um kritische Faktoren zu identifizieren, welche eine zügige Arzneimittelzulassung unangemessen behindern können.

Der Standort Gießen-Marburg-Langen ist an vier Thematischen Translations-Einheiten des DZIF beteiligt (Neuartige Antiinfektiva, HIV, Hepatitis und Krankenhauskeime und Antibiotika-resistente Bakterien). An der Philipps-Universität Marburg erfolgt zudem die Koordination der 13 DZIF-Institutionen umfassenden Thematischen Translationseinheit Neu auftretende Infektionskrankheiten. In Zusammenarbeit mit dem Standort Hannover-Braunschweig wird in Gießen darüber hinaus ein Bioinformatikzentrum für das DZIF aufgebaut. Die Gesamtkoordination des Standortes obliegt dem Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität.

Standortsprecher 
Trinad Chakraborty (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Stellvertretender Standortsprecher
Stephan Becker (Philipps-Universität Marburg)

Standortmanagerin
Irene Ruocco (Justus-Liebig-Universität Gießen)
Judith Schmiedel (Justus-Liebig-Universität Gießen)

Beteiligte Forschungseinrichtungen

Justus-Liebig-Universität Gießen
Philipps-Universität Marburg
Paul-Ehrlich-Institut Langen
Technische Hochschule Mittelhessen

Standorte

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