Epidemiologie

Die Epidemiologen entwickeln Apps, die helfen, Ausbrüche in Echtzeit zu erfassen und zu kontrollieren.© HZI/EPID

Die Epidemiologie beschäftigt sich mit dem Vorkommen, der Verbreitung und der Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung. Die Epidemiologie geht davon aus, dass Erkrankungen nicht zufällig verteilt sind, sondern durch angeborene oder erworbene Besonderheiten einzelner Individuen, Gruppen oder der Umwelt begünstigt werden. In epidemiologischen Studien werden gesundheitliche Risiko- oder Schutzfaktoren ermittelt, um vorbeugend und eindämmend Maßnahmen zur Senkung der Krankheitslast zu entwickeln und deren Wirksamkeit zu evaluieren.

Die DZIF-Infrastruktur „Epidemiologie“ unterstützt die verschiedenen Forschungsbereiche des DZIF bei epidemiologischen Fragenstellungen und schlägt eine methodische Brücke zwischen den einzelnen Forschungsbereichen und Infrastrukturen. Neben der epidemiologischen Expertise, die in Projekte eingebracht wird, bietet sie Workshops und spezifisches Training an. Im Sinne der Translation entwickelt sie neue Forschungsinstrumente für klinische und epidemiologische Studien und erstellt systematische Reviews als Beitrag zu einer evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsvorsorge. Der enge Kontakt zur NAKO-Gesundheitsstudie – international eine der größten prospektiven Kohortenstudien – ermöglicht es der Epidemiologie, konkrete DZIF-Forschungsansätze im großen Maßstab auf eine allgemeine Bevölkerungskohorte zu übertragen und, unter anderem, bisher unentdeckte Zusammenhänge zwischen Infektionen und chronischen Volkskrankheiten zu untersuchen.

Aufgaben und Ziele

  • Stärkung epidemiologischer Aspekte in DZIF-Studien
  • Workshops und Schulungen zu epidemiologische Methoden
  • Forschung zur Krankheitslast in der Bevölkerung
  • Entwicklung neuer Forschungstools für klinische und epidemiologische Forschung
  • Einsatz moderner Kommunikationstechnologie für die klinische und epidemiologische Forschung
  • Einbindung von DZIF-Forschungsansätzen in die NAKO-Gesundheitsstudie

Ansprechpartner

Koordinator

Gérard Krause
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/Medizinische Hochschule Hannover

Co-Koordinator

Osamah Hamouda
Robert Koch-Institut

Projektmanagerinnen

Vanessa Melhorn, HZI
Sandra Beermann, RKI
Helga Brink, HZI

Kontakt
TIepi@dzif.de