Kurzbeschreibung

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und dort eine chronische Entzündung verursachen kann. Eine Infektion erhöht das Risiko für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie bestimmte Formen von Magenkrebs.

Ausführliche Beschreibung

Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Bakterium, das sich an das Leben im Magen angepasst hat. Mithilfe des Enzyms Urease kann es die Magensäure in seiner unmittelbaren Umgebung teilweise neutralisieren und so in der Magenschleimhaut überleben. Die Infektion wird häufig bereits im Kindesalter erworben und bleibt ohne Behandlung meist über viele Jahre bestehen. Viele infizierte Menschen haben keine Beschwerden. Bei einem Teil der Betroffenen entstehen chronische Magenschleimhautentzündungen, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre. Langfristig kann die Infektion das Risiko für bestimmte Formen von Magenkrebs erhöhen.

Wie H. pylori genau übertragen wird, ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich erfolgt die Übertragung vor allem von Mensch zu Mensch, unter anderem über oral-orale oder fäkal-orale Wege.