Erfolgreiche Translation

Für die Translation im DZIF gibt es bereits greifbare Erfolge.

Entwicklung eines MERS-Impfstoffes

Dromedare gelten als Überträger des MERS-Coronavirus.

© Drosten/Uniklinik Bonn

Die Herstellung eines Impfstoffes gegen das gefährliche MERS-Coronavirus wird von der internationalen Impfstoff-Initiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) mit bis zu 36 Millionen Dollar gefördert. Der aussichtsreiche Kandidat wurde bis zur klinischen Phase I im DZIF erforscht und wird nun gemeinsam mit dem Unternehmen IDT Biologika in einem Konsortium aus Wissenschaft und Klinik weiterentwickelt.

„Mit dem DZIF verbindet uns eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Gründung des Konsortiums für die Entwicklung eines neuen Impfstoffes gegen MERS-Coronavirus-Infektionen ist ein Höhepunkt, der die akademische Forschung und industrielle Produktion neuer Impfstoffe vereint. Wir sind sehr stolz, dieses exzellente Konsortium leiten zu dürfen.“
Dr. Andreas Neubert
Chief Scientific Officer, IDT Biologika

Hintergrund

2012 erstmals im mittleren Osten identifiziert, wird das MERS-Coronavirus (Middle East Respiratory Syndrome) von Dromedaren durch Tröpfcheninfektion auf den Menschen übertragen. Der Erreger verursacht primär Infektionen der Atemwege, die in etwa 35 Prozent der Fälle einen schweren Verlauf nehmen und zum Tode führen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Forschungsbedarf, da das Virus Epidemien auslösen kann. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht.

Entwicklung

2012 erstmals im mittleren Osten identifiziert, wird das MERS-Coronavirus (Middle East Respiratory Syndrome) von Dromedaren durch Tröpfcheninfektion auf den Menschen übertragen. Der Erreger verursacht primär Infektionen der Atemwege, die in etwa 35 Prozent der Fälle einen schweren Verlauf nehmen und zum Tode führen. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Forschungsbedarf, da das Virus Epidemien auslösen kann. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht.

Partner

Die von CEPI bereitgestellten Fördermittel fließen über IDT Biologika in ein Konsortium aus Wissenschaft und Klinik, dem neben IDT und dem DZIF das Viroscience Department am Erasmus Medical Center und die Klinische Forschungsorganisation CR2O angehören.

 

Neuer Wirkstoff gegen Krankenhauskeim

Das pathogene Bakterium Staphylococcus aureus (violett) wird von Lugdunin bekämpft.

© National Institute of Allergy and Infectious

Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und München entwickeln gemeinsam mit der Firma HyPharm GmbH einen Wirkstoff, der gegen den gefürchteten Krankenhauskeim Staphylococcus aureus zum Einsatz kommen soll. Es handelt sich um ein hochwirksames Protein aus Bakteriophagen, das diese häufig in der Nase vorkommenden Keime gezielt töten soll. Die prophylaktische Behandlung der Nasenbesiedelung könnte einer Ausbereitung insbesondere der Methicillin-resistenten Erreger (MRSA) in Kliniken entgegenwirken und Infektionen beim Patienten verhindern.

„Wir sind zuversichtlich, dass dieses vielversprechende MRSA-Killerprotein, wie wir es gern etwas reißerisch nennen, gemeinsam mit dem DZIF zu einem Erfolg wird.“
Dr. Wolfgang Mutter
HYpharm GmbH

Hintergrund

Jeder Dritte, so Schätzungen von Experten, beherbergt das Bakterium Staphylococcus aureus in seiner Nase. Normalerweise ungefährlich kann dieser Keim für Patienten im Krankenhaus schnell zum Problem werden. Gelangt er im Zusammenhang mit Operationen in Wunden, kann er gefährliche Infektionen auslösen. Besonders gefürchtet sind die Methicillin-resistenten Stämme, gegen die die gebräuchlichen Antibiotika nicht mehr wirken. Um diese Keime rechtzeitig zu beseitigen, wird derzeit Mupirocin eingesetzt. Doch gegen dieses Antibiotikum sind die Bakterien zunehmend resistent.

HY-133, so der Name des neuen Wirkstoffs aus Bakteriophagen könnte einen Ausweg aus dem Dilemma bieten. Das Phagenlysin wurde künstlich hergestellt und weist große Spezifität gegen Staphylococcus aureus-Zellen auf. Harmlose Bakterien in der Nase bleiben verschont.

Entwicklung

Das Protein wurden von der Firma Hypharm (ehemals Hyglos) gemeinsam mit Wissenschaftlern am Uniklinikum Münster hergestellt und in seiner Wirkung optimiert. Seit drei bis vier Jahren wird das „Designer-Molekül“ im DZIF weiterentwickelt und auf die klinische Prüfung vorbereitet. Alternativ zum Tiermodell wurden bereits Versuche mit humanen Hautmodellen durchgeführt, die hervorragende Ergebnisse lieferten. Zugleich wird an der Formulierung als Hydrogel gearbeitet.

Partner

Das DZIF arbeitet für dieses Projekt mit der Firma HyPharm zusammen.