Europäischer Forschungsrat fördert Forschung zu neuen Antikörpertherapien gegen Lymphome

© MedizinFotoKöln / Michael Wodak

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Professor Dr. Dr. Philipp Schommers, Wissenschaftler an der Uniklinik Köln und im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), mit einem Starting Grant ausgezeichnet. Mit dieser Förderung unterstützt der ERC herausragende Wissenschaftler:innen mit jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Prof. Schommers ist Wissenschaftler im DZIF-Forschungsbereich HIV und erforscht die Entwicklung und Wirkweise von Antikörpern und deren Potenzial für neue Therapieansätze.

Das durch den ERC Starting Grant unterstützte Projekt mit dem Titel „Mapping Immune Escape in Lymphoma and Overcoming It with Novel Optimized Multispecific Antibodies“ (OPTIMsAB) verfolgt das Ziel, die Behandlung von Lymphomen entscheidend zu verbessern. Unter der Leitung von Else Kröner Clinician Scientist Prof. Schommers, Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, werden im Projekt innovative immuntherapeutische Ansätze erforscht, um die Wirksamkeit von Antikörpertherapien zu steigern.

Bispezifische Antikörper (BiAbs) sind im Labor hergestellte Proteine, die gleichzeitig zwei verschiedene Bindungsstellen besitzen. Sie haben bereits die Behandlung von Lymphomen revolutioniert, jedoch entwickeln viele Patient:innen Resistenzen. Das OPTIMsAB-Projekt zielt darauf ab, diese Resistenzmechanismen zu verstehen und neue, multispezifische Antikörper (msAbs) zu entwickeln, die mehrere Ziele gleichzeitig angreifen und zusätzliche Immunzellen aktivieren können. Durch die Kombination von molekularen Analysen und innovativen Experimenten werden die Wissenschaftler:innen die Oberflächenmerkmale von Lymphomzellen kartieren und gezielt msAbs entwickeln, die diese Resistenzen überwinden.

„Die Förderung ermöglicht es uns, die Lymphomtherapie zu verbessern, indem wir neue, hochwirksame und sichere Antikörper entwickeln“, sagt Prof. Schommers. Das Projekt verspreche nicht nur konkrete neue Therapieoptionen, sondern könne auch das grundlegende Verständnis von Immunresistenzen bei Lymphomen voranbringen.

Quelle: Pressemitteilung der Universität zu Köln

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