Enge Zusammenarbeit zwischen der Helmholtz Munich Biobank und der DZIF-Transplantationskohorte

Prof. Dr. Dirk Busch, PD Dr. Michael Neuenhahn, Dr. Daniela Schindler, Dr. Bettina Lorenz-Depiereux, Dr. Bärbel Fösel während des Besuchs in München. Im Hintergrund: Kathrin Hill und Annika Bruse vor dem automatischen N2-Tank der Firma Brooks zur Lagerung von SBS-Racks der Tx-Kohorte.

© DZIF

Die DZIF-Transplantationskohorte (Tx-Kohorte) bietet interessierten Wissenschaftler:innen und Studiengruppen umfangreiche medizinische Daten zu mehr als 3.000 transplantierten Patientinnen und Patienten mit dem Schwerpunkt Infektionen. Der besondere Wert der Kohortendaten wird dadurch ergänzt, dass zusätzlich zu den medizinischen Daten zahlreiche Bioproben verfügbar sind. Die Kohorte hält mehr als 209.000 Blutproben, sowie mehr als 70.600 sonstige Proben für weiterführende Studien bereit.

Am 04. Februar 2026 konnten Prof. Dirk Busch (Vorstandsvorsitzender des DZIF), PD Dr. Michael Neuenhahn, Dr. Bärbel Fösel (Vorstandsvertreter der Tx-Kohorte für den Standort München) und Dr. Daniela Schindler (Projektmanagerin der Tx-Kohorte) gemeinsam die ↗ Helmholtz Munich Biobank besuchen. Anhand einer live stattfindenden Einlagerung wurde der gesamte Prozess der Einlagerung von Tx-Bioproben nachvollzogen – von der Ankunft über die Qualitätsprüfung und Verifizierung bis hin zur sicheren Verwahrung.

Neben der Demonstration der Abläufe bot der Besuch auch Gelegenheit, mit den Kollegen und Kolleginnen der Helmholtz Munich Biobank – Dr. Bettina Lorenz-Depiereux (operative Leitung), Dr. Bärbel Fösel (Senior Scientist) und Hans Demski (IT-Datenmanagement) – neue Projektideen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren. Hervorgehoben wurde insbesondere die hohe Qualität und Professionalität der Bioprobenlagerung und -verwaltung, die durch modernste Technik und strenge Qualitätsstandards sichergestellt wird.

Die Bioproben der DZIF-Transplantationskohorte werden seit Beginn der Rekrutierungstätigkeiten im Jahr 2014 an verschiedenen Biobanken der Studienstandorte gelagert. Neben der ↗ Hannover Unified Biobank, sowie lokalen Biobanken der Standorte Heidelberg und Tübingen werden die Bioproben der Münchner Kliniken der LMU und der TUM in der Biobank des Helmholtz Zentrums München (HMGU, Helmholtz Munich Biobank) gelagert. 

Die Biobank arbeitet bereits eng mit den Studienzentren der Transplantationskohorte in München zusammen und plant künftig auch die Einlagerung von Bioproben der Standorte Heidelberg und Tübingen. Diese Zentralisierung ermöglicht eine noch höhere Qualitätssicherung, Kosteneffizienz und eine schnellere Bereitstellung der Proben für Forschungsanfragen.

Ein Überblick über die verfügbaren Datensätze und Bioproben bietet das ↗ interaktive Dashboard der Tx-Kohorte.