H1N1
H1N1 bezeichnet einen Subtyp von Influenza-A-Viren, der beim Menschen Influenza (Grippe) verursachen kann.
Ausführliche Beschreibung
Influenza-A-Viren tragen auf ihrer Oberfläche zwei wichtige Eiweiße: Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N). Je nachdem, welche Varianten dieser Eiweiße ein Virus besitzt, wird es einem bestimmten Subtyp zugeordnet. Die Bezeichnung H1N1 steht dabei für den Hämagglutinin-Subtyp H1 und den Neuraminidase-Subtyp N1.
H1N1-Viren spielten bei mehreren großen Grippewellen eine Rolle. Viren dieses Subtyps verursachten sowohl die Grippepandemie von 1918 („Spanische Grippe“) als auch die Pandemie von 2009, die häufig als „Schweinegrippe“ bezeichnet wurde. Dabei handelte es sich jedoch um unterschiedliche Viren, die beide zum Subtyp H1N1 gehörten. Heute zirkulieren H1N1-Viren als saisonale Grippeviren beim Menschen. Influenza-A-Viren kommen außerdem bei verschiedenen Tierarten vor, insbesondere bei wildlebenden Wasservögeln.