Neu auftretende Infektionskrankheiten

Identifizierung von unbekannten Pathogenen und Ausbruchs-Management

Die Forscher entwickeln Methoden zur schnellen und zuverlässigen Identifizierung von unbekannten Krankheitserregern.

Schweinegrippe, EHEC, Ebola, MERS oder Zika – die Krankheitsausbrüche durch neue Erreger in den letzten Jahren haben deutlich gemacht, dass Forschung auf diesem Gebiet dringend benötigt wird. Und zwar Forschung, die uns besser vorbereitet auf solche meist unerwarteten Erreger mit zum Teil fatalen Folgen durch ihre schnelle Ausbreitung. Doch wie kann man sich auf etwas vorbereiten, das man noch nicht kennt? Die Wissenschaftler im DZIF stehen genau vor diesem Problem, und sie haben verschiedene Strategien entwickelt. Ihr Ziel ist es, die Vielfalt an Viren zu entschlüsseln und ihre Verbreitungs- und Übertragungswege zu verfolgen: von Gliederfüßern (Arthropoden) über Wild- und Nutztiere bis hin zum Menschen. Dazu werden neue Techniken zur Isolierung und Sequenzierung von Viren entwickelt.

Gensequenzierungen und virale Vielfalt

Ein wichtiges Projekt ist die Identifizierung von neuen Viren anhand von Abstammungslinien und Sequenzdaten. Eine Quelle für Analysen sind Insekten und der Kot von Insekten-fressenden Säugetieren. Ein weiteres Reservoir für pathogene Viren sind Ratten und Wildvögel in Europa. Am Friedrich-Loeffler-Institut untersuchen Wissenschaftler die virale Vielfalt in diesen Tieren anhand von Gensequenzierungen. Selbst mit den modernsten Methoden der Gensequenzierung bleibt die Entdeckung von neuen Viren in menschlichen oder tierischen Proben eine Herausforderung. Für einige Viren wird beispielhaft untersucht, wie anfällig Nutztiere und Wildvögel sind.

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