Malariaforschung zum Anfassen: DZIF-Standort Tübingen auf dem Regionalmarkt
Beim Tübinger Regionalmarkt informierte das Team der Tropenmedizin am DZIF-Standort Tübingen über Malariaforschung, Prävention, Diagnostik und Behandlung. Mit anschaulichen Exponaten und im direkten Austausch mit Besucherinnen und Besuchern machte das Team globale Gesundheitsforschung vor Ort erlebbar.
Malaria gehört weltweit zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfällt der weitaus größte Teil der Krankheitslast auf Afrika. Trotz großer Fortschritte bei Prävention, Diagnostik und Behandlung bleibt die Bekämpfung der Krankheit eine globale Herausforderung. Dazu tragen unter anderem Resistenzen gegen Medikamente und Insektizide bei.
Der Tübinger Regionalmarkt lud am 25. April zum Entdecken, Genießen und Begegnen ein. Zwischen regionalen Köstlichkeiten, handwerklichen Produkten und vielfältigen Mitmachangeboten gab es in diesem Jahr auch riesige Moskitos zu bestaunen.
Das Team des Instituts für Tropenmedizin am Universitätsklinikum Tübingen informierte vor Ort über seine Arbeit und gab Einblicke in die aktuelle Malariaforschung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erläuterten, wie Malaria erforscht wird und welche Ansätze zur Prävention, Diagnose und Behandlung der Infektionskrankheit verfolgt werden.
Anlass für die Aktion war der Weltmalariatag, der jährlich am 25. April begangen wird. Der internationale Aktionstag macht auf die weltweite Krankheitslast durch Malaria und die notwendigen Anstrengungen zu ihrer Bekämpfung aufmerksam.
Malariaforschung am DZIF-Standort Tübingen
Am DZIF-Standort Tübingen erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem neue Ansätze zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Malaria. Im DZIF-Forschungsbereich „Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten“ arbeiten sie dabei eng mit den Afrikanischen Partner-Institutionen des DZIF zusammen, insbesondere mit dem Centre de Recherches Médicales de Lambaréné (CERMEL) im zentralafrikanischen Gabun. Die Forschung umfasst die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Impfstoffkandidaten gegen Malaria sowie die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in neue Ansätze zur Bekämpfung der Krankheit.
Der Auftritt auf dem Tübinger Regionalmarkt bot die Gelegenheit, diese Forschung einem breiten Publikum vorzustellen und mit Besucherinnen und Besuchern über Malaria, globale Gesundheit und aktuelle Forschungsansätze ins Gespräch zu kommen.