Krankenhauskeime und Antibiotika-resistente Bakterien

Überwachung und Management von Ausbrüchen im Krankenhaus

Mit Hilfe der Genomsequenzierung werden Bakterienstämme im Krankenhaus kontrolliert; gefährliche Ausbrüche können rechtzeitig erkannt werden.

Um die Verbreitung von multiresistenten Bakterienstämmen in Krankenhäusern kontrollieren und eindämmen zu können, muss ihr Auftreten effizient kontrolliert werden. Nur wenn verlässliche Daten vorliegen, können Maßnahmen der Hygienekontrolle und des intelligenten Einsatzes von Antibiotika wirkungsvoll umgesetzt werden. Eine wichtige Grundlage hierfür ist das sogenannte R-Net des DZIF: Ein Netzwerk zur Erfassung von multiresistenten Bakterien, an dem sechs DZIF-Standorte beteiligt sind. Hier wird die Epidemiologie von Blutstrominfektionen und von Clostridium-difficile-Infektionen über mehrere Jahre untersucht. Ein integraler Bestandteil ist eine jährlich durchzuführende Untersuchung zur Prävalenz von multiresistenten Darmbakterien bei Aufnahme in das Universitätsklinikum. Die molekulare Analyse dieser Erreger erfolgt überwiegend mittels Genomsequenzierung an den Standorten Köln und Gießen.

Ausbrüche rechtzeitig erkennen

© Universitätsklinikum Freiburg

Das DZIF-Netzwerk „Multiresistente Bakterien“ soll es ermöglichen, Ausbrüche in Krankenhäusern rechtzeitig zu erkennen. Seit Oktober 2016 werden diese in einer Datenbank erfasst. Im Rahmen der Projekte wurde am Standort Berlin bereits ein Frühwarnsystem geschaffen, das automatisiert Häufungen von bestimmten Bakterien in mikrobiologischen Datenbanken erkennt.

Forschung zu "Überwachung und Management von Ausbrüchen im Krankenhaus"

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