Hepatitis

Epidemiologie der Virushepatitis und globale Unterschiede

Eine große epidemiologische Studie zur chronischen HBV-Infektion wird in Burkina Faso durchgeführt. Mit Hilfe dieser Daten könnten auch in diesen Ländern konkrete Maßnahmen gegen Virushepatitis ergriffen werden.

Die chronische Hepatitis B (HBV) kommt in manchen afrikanischen Ländern relativ häufig vor. Eine Ursache für den chronischen Verlauf ist der Zeitpunkt der Infektion. So ist z. B. die Infektion in frühen Lebensjahren oder bei Geburt besonders gravierend, da sie dann – unbehandelt - mit hoher Wahrscheinlichkeit chronisch verläuft. In Burkina Faso, einer der DZIF Partner Sites, ist die chronische HBV endemisch, sprich stark verbreitet.  Jedoch gibt es bislang wenige Daten dazu und wenn, dann häufig nur von bestimmten Personengruppen oder aus urbanen Gebieten wie der Hauptstadt. Diese Einschränkung trifft auf viele ressourcenschwache Länder Westafrikas zu. Um konkrete Maßnahmen gegen die Virushepatitis zu ergreifen, sind aber epidemiologische Daten unerlässlich.

Datenerhebungen in Afrika

DZIF-Wissenschaftler haben sich zum Ziel gesetzt, die Häufigkeit der chronischen Hepatitis B in Burkina Faso zu bestimmen. Dafür wird in einer Studie bei einer repräsentativen Bevölkerung der Serostatus hinsichtlich der chronischen HBV-Infektion erhoben. D. h. es wird anhand von Blutuntersuchungen festgestellt, wie häufig die chronische HBV-Infektion in der Bevölkerung ist oder welcher Anteil der Bevölkerung gegen HBV geimpft ist. Hinzu kommt eine Befragung, mit der bestimmte Risikofaktoren erfasst werden.

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