Hepatitis-B-Viruspartikel orange angefärbt; elektronenmikroskopische Aufnahme
© CDC/Dr. Erskine Palmer

Hepatitis

Die DZIF-Wissenschaftler wollen die Prävention und Therapie der viralen Hepatitis verbessern, ihr ultimatives Ziel ist die Heilung.

Weltweit sind etwa 325 Millionen Menschen mit dem Hepatitis B- (HBV) oder C-Virus (HCV) chronisch infiziert, 15 Millionen Menschen sind mit Hepatitis D und B koinfiziert. Die oft schleichend verlaufende Infektion greift die Leberzellen an und kann zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Gegen HBV gibt es eine vorbeugende Impfung, bei einer vorhandenen Erkrankung jedoch können antivirale Medikamente die Virusvermehrung lediglich eindämmen, aber nicht stoppen. Die Koinfektion mit HDV stellt eine zusätzliche Komplikation dar, da diese besonders schnell zu Leberzirrhose führt. Seit einigen Jahren kann die Hepatitis-C-Infektion, für die es nach wie vor keine Impfung gibt, durch neuartige Virostatika (Direct Acting Antivirals, DAA) mit hoher Erfolgsquote und geringen Nebenwirkungen geheilt werden. Die individualisierte Therapie von schwer behandelbaren Patienten bleibt eine große Herausforderung – auch im Hinblick auf die Kostenoptimierung.

Prof. Michael Manns im Interview

 

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