Hepatitisforschung
© Kurt Bauer

Hepatitis

Die DZIF-Wissenschaftler wollen die Prävention und Therapie der viralen Hepatitis verbessern, ihr ultimatives Ziel ist die Heilung.

Weltweit sind über 400 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B-, C- und/oder D-Virus (HBV, HCV, HDV) infiziert. Bei chronischen Infektionen verläuft die Krankheit oft schleichend über Jahrzehnte hinweg, bevor sie zu Leberzirrhose und Leberkrebs führt. Jedes Jahr sterben mehr als 1,4 Millionen Menschen an einer Virus-Hepatitis – Tendenz steigend. Die Virus-Hepatitis wurde als globales Problem, das die Gesundheit vieler Menschen gefährdet, lange Zeit unterschätzt. Daher fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung nun alle Länder ausdrücklich dazu auf, Maßnahmen zur Bekämpfung der Virushepatitis bis 2030 zu ergreifen.

Einige Formen der Virus-Hepatitis sind vermeidbar, behandelbar oder im Fall der Hepatitis C sogar heilbar. Allerdings fehlen wesentliche Elemente, um das ehrgeizige Ziel der WHO zu erreichen: die Zahl der HCV-Neuinfektionen bis 2030 um mindestens 90 Prozent zu reduzieren. Dieses wird wohl nur erreichbar sein, wenn ein prophylaktischer Impfstoff gegen Hepatitis C sowie kurative Therapien für die chronische Hepatitis B und D zur Verfügung stehen. Das Verständnis der Hepatitis E, die oft durch Fleischverzehr übertragen wird, steckt noch in den Kinderschuhen. Alle diese Punkte werden im Rahmen des Forschungsbereichs Hepatitis am DZIF adressiert. Einige erfolgsversprechende Ansätze sind bereits auf dem Weg in die klinische Anwendung.

Nachwuchsforscher im Interview

 

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