HIV-Viruspartikel im Elektronenmikroskop
© CDC/A.Harrison; Dr. P. Feorino

HIV

Die Viren aus der Reserve locken, um sie besser angreifen zu können - Remission und Heilung ist das Ziel der Forscher.

Die durch die HIV-Infektion ausgelöste Immunschwäche AIDS zählt weltweit zu den zehn häufigsten Todesursachen. Antivirale Therapien machen die Krankheit behandelbar, ermöglichen eine längere Lebenszeit und den Rückgang an Neuerkrankungen. Auch bei langfristiger Behandlung bleibt der Erreger jedoch im Körper und wird bei Absetzen der Therapie wieder aktiv. Bis heute gibt es trotz intensiver Studien weder ein Heilmittel noch einen vorbeugenden Impfstoff. Verschiedene Subtypen und die Wandelbarkeit des Virus erschweren die Entwicklung derartiger Medikamente und Therapien.

Im DZIF konzentrieren die Wissenschaftler ihre Forschungen zu HIV auf die Remission und Heilung, das heißt auf die Minderung der Viruslast und der viralen Reservoire. Ein Fokus liegt bei frühen Infektionen, da die Wahrscheinlichkeit einer Remission oder Heilung größer ist, wenn das Virus erst kurze Zeit im Körper ist. In ihren Projekten verfolgen die DZIF-Wissenschaftler beispielsweise gentherapeutische Ansätze, in denen das Virusgenom gezielt aus der menschlichen DNA herausgeschnitten wird. In anderen Studien wird versucht, die Latenz der Viren zu überwinden: Wie kann man die latenten, im Körper versteckten Viren aus der Reserve locken, um sie dann gezielt anzugreifen? Auch wichtig ist die Erforschung von breit wirksamen neutralisierenden Antikörpern, die die HI-Viruslast reduzieren können.

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