Arbeitsgruppe

Translationale Kohorten in der HIV-Forschung

Kurzbeschreibung

In der Arbeitsgruppe von Prof. Jörg-Janne Vehreschild kooperiert die Universität zu Köln mit dem Robert-Koch-Institut. Die Gruppe koordiniert die 2015 gegründete Translationale Plattform HIV, über die die Durchführung von klinischen und epidemiologischen Kohortenstudien zu HIV unterstützt werden. Die Plattform ermöglicht die Sammlung von gut charakterisierten Biomaterialien und Daten; sie stellt Software, Protokolle und ein einheitliches Ethik- und Datenschutzkonzept zur Verfügung.

Die Plattform ermöglicht den Zugang zu mehr als 10.000 HIV-Patienten an den Partnerstandorten im DZIF. Durch die Vereinheitlichung der Datenerfassung und eine gemeinsame Kohorten-Architektur ist ein einfacher Austausch von Daten und Biomaterialien möglich.

© MedizinFotoKöln/Dorothea Hensen

Die Translationale Plattform stellt Protokolle, Software, Datenbanken, Biobanken-Konzepte, Ethikvoten, regulatorische Autorisierungen, Datenmanagement und statistische Analysen zur Verfügung: Hierüber können Patienten von verschiedenen Standorten sowie akute HIV-Patienten aus spezialisierten Kliniken problemlos integriert werden.  Mit der Plattform als Basis sind multizentrische Studien effizienter, können doch die Bioproben und die medizinischen Daten in nationalen und internationalen Projekten ohne Verluste ausgetauscht werden. Der DZIF-Forschungsbereich HIV ist durch diese Plattform ein idealer Partner für klinische Studien.

Zusätzlich bietet die Plattform Unterstützung an bei der Konzeption und Koordination möglicher klinischer Studien für neu im DZIF entwickelte Medikamente. Ergebnisse aus experimenteller und translationaler Forschung werden ausgewertet und epidemiologische Studien für das Testen früher Hypothesen durchgeführt. Durch die Plattform-Struktur mit zentralisierten Diensten werden Wissenschaftler von regulatorischen Aufgaben entlastet.

 

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