Hepatitis

Optimierung der Hepatitis-C-Behandlung

Die Wissenschaftler erforschen die Rolle von Resistenzen gegen antivirale Medikamente sowie von Therapiestrategien für besonders schwer zu behandelnde Patienten – etwa Patienten, die bereits eine fortgeschrittene Zirrhose entwickelt haben.

Seit einigen Jahren kann die Hepatitis-C-Infektion, für die es nach wie vor keine Impfung gibt, durch neuartige Virustatika ("Direct Acting Antivirals") geheilt werden. Die neuen Wirkstoffe greifen spezifisch Proteine des Virus an und hemmen die Vermehrung oder Reifung der Viren in den Leberzellen sehr wirkungsvoll. Die Erfolgsrate ist hoch, die Nebenwirkungen sind gering. Die Therapie mit diesen Arzneimitteln ist deutlich verkürzt und besteht ausschließlich aus Tabletten. Die zuvor übliche Therapie der chronischen Hepatitis C bestand aus einer Kombination von Tabletten und Spritzen und verursachte mitunter erhebliche Nebenwirkungen. Eine Kombination der neuen Wirkstoffe wird auch deutlich weniger Resistenzen hervorbringen. Die neuen Medikamente sind allerdings derzeit noch sehr teuer: eine zwölfwöchige Therapie kostet rund 30.000 Euro. Und noch einen Nachteil sehen die Kliniker: Nicht alle Patienten lassen sich mit diesen Mitteln heilen.

Auch in schwierigen Fällen helfen

Hier setzen die DZIF-Projekte an. Die Wissenschaftler versuchen herauszufinden, in welchen Fällen die neuen Virustatika versagen und wie man eine Resistenz voraussagen kann. Ziel ist eine individuelle Behandlung mit höchsten Erfolgsraten und möglichst geringen Kosten. Außerdem setzen die Wissenschaftler einen Schwerpunkt auf die Gruppe der schwer behandelbaren Hepatitis-C-Patienten mit einer fortgeschrittenen Zirrhose.

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