Epidemiologie

Krankheitsausbrüche rechtzeitig erkennen und der Ausbreitung vorbeugen - hier treten die Epidemiologen auf den Plan.

Die Epidemiologie beschäftigt sich mit dem Vorkommen, der Verbreitung und der Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung. Infektionskrankheiten kommen in verschiedenen Regionen unterschiedlich häufig vor. Sie verbreiten sich je nach Erreger und Infektionsweg anders und treffen manche Bevölkerungsgruppen eher als andere. Mit dem Wissen um diese Faktoren können Epidemiologen Infektionskrankheiten schneller erkennen, ihre Ausbreitung eindämmen und weiteren Erkankungen vorbeugen. Die DZIF-Infrastruktur „Epidemiologie“ unterstützt die verschiedenen Forschungsbereiche des DZIF bei epidemiologischen Fragenstellungen und schlägt eine methodische Brücke zwischen den einzelnen Forschungsbereichen und Infrastrukturen.

Epidemiologen im Team: oben von links: Tobias Kerrinnes, Osamah Hamouda, Gérard Krause, Stefanie Castell, Alexandra Hofmann, Stephan Glöckner; unten von links: Gyde Steffen, Jana-Kristin Heise, Vanessa Melhorn.

© DZIF
„Die Epidemiologie im DZIF kann auf eine langjährige Erfahrung innerhalb der beiden größten epidemiologischen Einrichtungen für Infektionskrankheiten in Deutschland zurückgreifen: das Robert Koch-Institut und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Damit ist eine hohe Qualität der Studien gewährleistet.“
Osamah Hamouda
Stellvertretender Koordinator der Infrastruktur Epidemiologie

Neben der epidemiologischen Expertise, die in Projekte eingebracht wird, bietet sie Workshops und spezifisches Training an. Im Sinne der Translation entwickelt sie neue Forschungsinstrumente für klinische und epidemiologische Studien und erstellt systematische Reviews als Beitrag zu einer evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsvorsorge. Der enge Kontakt zur NAKO-Gesundheitsstudie – international eine der größten prospektiven Kohortenstudien – ermöglicht es der Epidemiologie, konkrete DZIF-Forschungsansätze im großen Maßstab auf eine allgemeine Bevölkerungskohorte zu übertragen und, unter anderem, bisher unentdeckte Zusammenhänge zwischen Infektionen und chronischen Volkskrankheiten zu untersuchen.

Aufgaben und Ziele

  • Stärkung epidemiologischer Aspekte in DZIF-Studien
  • Workshops und Schulungen zu epidemiologische Methoden
  • Forschung zur Krankheitslast in der Bevölkerung
  • Entwicklung neuer Forschungstools für klinische und epidemiologische Forschung
  • Einsatz moderner Kommunikationstechnologie für die klinische und epidemiologische Forschung
  • Einbindung von DZIF-Forschungsansätzen in die NAKO-Gesundheitsstudie

Aktuelle Projekte und Arbeitsgruppen

Artikel zur Infrastruktur

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