Biomaterialien
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Biobanken

Eine umfassende Biobanken-Struktur im DZIF unterstützt die standortübergreifende Forschung.

In Biobanken lagern biologische Proben wie menschliche Gewebe, Blut und DNA. Diese Proben und die damit verknüpften personenbezogenen Daten sind von besonderem Wert  für die translationale Forschung im DZIF. Mit ihrer Hilfe können in der Infektionsforschung Krankheitsursachen aufgedeckt und neue präventive, diagnostische und therapeutische Methoden entwickelt werden.

Grundvoraussetzungen für die Nutzung moderner Analysemethoden (z. B. -OMICS) und die Generierung reproduzierbarer Forschungsergebnisse sind dabei in jedem Fall die fachgerechte und qualitätsgesicherte Gewinnung, Verarbeitung und Lagerung des flüssigen Probenmaterials und Gewebes. Das Biobanking an den Standorten des DZIF wird durch die Infrastruktur Biobanken" koordiniert und unterstützt. 

Struktur

Die Infrastruktur unterstützt die Sammlungen humaner Biomaterialien im DZIF. Sie fungiert dabei als zentraler Ansprechpartner und als offene Dienstleistungs- und Technologieplattform. Angesiedelt an den Standorten Heidelberg (Koordination und Gewebe) und München (Flüssige Bioproben, ZBR) stehen die Biobank-Experten der Infrastruktur allen DZIF-Forschern mit Rat und Tat zur Seite.

Unser Service

Die Infrastruktur unterstützt und berät die Wissenschaftler bei Probengewinnung und -verarbeitung und bietet mit einer Technologie-Plattform modernste Verarbeitungs- und Analysemethoden an.

Allgemeine Anfragen?
Bitte senden Sie uns eine E-mail

Qualitätsmanagement & Audits

  • Erarbeitung und Bereitstellung von Standardarbeitsanweisungen (SOPs) zu allen Biobank-relevanten Themen wie Probengewinnung, Prozessierung, Lagerung, Transport etc.
  • Durchführung von und Beratung zu internen Audits zur Überprüfung der eigenen Prozesse, insbesondere bei multizentrischen Studien
  • Angebot des Audittrainings für eigenes QM-Personal

IT & Datenmanagement

  • Zentrales Bioprobenregister (DZIF-ZBR)
  • Biobanken-Katalog

Lagerung & Logistik

  • Erarbeitung individueller Logistik-Konzepte für Biomaterialsammlung, -verarbeitung, -dokumentation und -lagerung. Unterstützung bei der Planung von Projekten mit Sammlung humaner Biomaterialien inklusive Kostenkalkulation.
  • Beratung bei dem Design von individuellen Lagerungslösungen und der Auswahl und Implementierung von IT-Lösungen für humane Biomaterialsammlungen.

ELSI

  • Individuelle Beratung zu ethischen und rechtlichen Belangen humaner Biomaterialsammlungen, wie Patienteninformationen, Einverständniserklärungen und Ethikvoten.
  • Bereitstellung  eines generischen Ethik- und Datenschutzkonzepts inklusive Patienteninformation (Mustertext) für DZIF-Projekte mit humaner Biomaterialsammlung auf Anfrage.

Schulungen

  • Regelmäßige Workshops & Trainings für DZIF-Personal zu allen relevanten Biobanking-Themen wie Präanalytik, Lagerungssysteme oder Planung von Biomaterialsammlungen.
  • DZIF-interne Vorträge & Präsentationen zu allen Biobanking-Themen auf Anfrage.
  • Informationsmaterial zu den Dienstleistungen der Infrastruktur.

Technologie-Plattform

State-of-the-art-Technologien für die Derivaterstellung und Analyse von festen und flüssigen humanen Biomaterialien. Für Gewebeproben werden durch die DZIF-Gewebebank unter anderem Nukleinsäureextraktionen, immunhistochemische Färbungen und die Erstellung von Tissue Micro Arrays angeboten. Für flüssige Biomaterialien können neben Nukleinsäureextraktionen unter anderem auch Metabolom-Analysen und Sequenzierungen gegen Vergütung angeboten werden.

Zentrales Bioprobenregister

Um die dezentral an den einzelnen DZIF-Standorten gelagerten Biomaterialien für die Forschung nutzbar zu machen, betreibt die Infrastruktur "Biobanken" am Helmholtz Zentrum München das zentrale Bioprobenregister (DZIF-ZBR). Das ZBR führt die Probendaten aus den lokalen Systemen zusammen, konsolidiert die Daten der verschiedenen Standorte und Studien und stellt damit ein wertvolles Werkzeug zur Datenharmonisierung dar. Mittels individueller Suchabfragen bietet das ZBR den Wissenschaftlern im DZIF somit eine Übersicht über die gesammelten Bioproben und assoziierten Daten und damit ein wirksames Instrument zur Planung von Projekten mit Einsatz von Biomaterialien.

So erhalten Sie Zugang zu den Daten im ZBR

Eine gleichbleibend hohe Qualität der Bioproben ist unerlässlich für die translationale Forschung.

© HMGU/Kühn

 

„Derzeit, also im Dezember 2018, sind Informationen über 3.000 Patienten und 43.000 Bioproben im Zentralen Bioprobenregister des DZIF gespeichert. Diese Daten können von allen Wissenschaftlern im DZIF abgerufen werden.“
Andrea Kühn
Andrea Kühn
Projektmanagerin der DZIF-Biobanken

Biobanken-Katalog

Im DZIF-Biobanken-Katalog sind die an den einzelnen Standorten vorhandenen Biobanken und Probensammlungen mit Bezug zum DZIF aufgelistet. Eine Kurzdarstellung zu den einzelnen Sammlungen finden Sie unter beteiligte Biobanken“. Hier erhalten Sie Informationen zu den derzeit innerhalb des DZIF vorhandenen Biobanken und Probensammlungen humaner Bioproben sowie zu Biobanken von DZIF-Partnern. Eine Kurzdarstellung zu den einzelnen Biobanken finden Sie unter den jeweiligen Akronymen.

Zu den beteiligten Biobanken

Genauere Angaben zu den Biobanken finden Sie im

Katalog der DZIF-Biobanken

Der Zugang zum Biobanken-Katalog ist mit einem Passwort möglich. Falls Sie keinen persönlichen Zugang haben, können Sie sich auch als "Gast" einloggen.

DZIF-Gewebebank 

Die zentrale DZIF Gewebebank am Standort Heidelberg stellt Kollektive relevanter Gewebeproben für Forschungsprojekte im DZIF zur Verfügung. Die Gewebebank bietet darüber hinaus modernste Analysemethoden und Technologien im Gewebebereich an.

Eine frisch eingefrorene Gewebeprobe wird für die Forschung asserviert.

© BMBH/Stottmeier

Gewebeproben und mit diesen verbundene Dienstleistungen können über die folgenden Formulare bei der DZIF Gewebebank beantragt werden:

 

Aktuelle Projekte und Arbeitsgruppen