Neue Strategien gegen Staphylococcus aureus
In diesem Projekt entwickeln die Wissenschaftler gentechnisch hergestellte Phagenlysine und spezifische Bacteriocine zur Beseitigung von Krankenhauserregern wie Staphylococcus aureus, sie klären Wirkmechanismen und potenzielle Resistenzmechanismen auf und sie analysieren, ob Breitband- oder spezifisch wirkende Agenzien wirkungsvoller und nachhaltiger die Besiedelung durch S. aureus im Nasenraum beeinflussen. Ziel des Projekts ist es, neue Arzneimittel für die Prävention und Behandlung von Staphylokokken-Infektionen zu identifizieren und sie in präklinischen und klinischen Studien weiterzuentwickeln.
Der allgemeine Einsatz von Breitband-Antibiotika auf unser Mikrobiom birgt hohe Risiken: Resistenzen entwickeln sich, andere unerwünschte Pathogene können sich vermehren oder derselbe Erreger kann schneller wieder seinen Platz einnehmen. Hochselektive und gleichzeitig effiziente Strategien der Eliminierung werden dringend benötigt. Als eine alternative Strategie werden bakterizide Proteine erforscht, die aus Bakteriophagen gewonnen werden. Sie vereinen sehr schnell wirkende bakterizide Wirkung, Stabilität und Aktivität in unterschiedlicher Umgebung mit einer hohen Selektivität für eine bestimmte Bakterienart.
Das translationale Projekt zur Weiterentwicklung des Phagenlysins HY-133 wird als DZIF-Leuchtturmprojekt besonders gefördert. Erfahren Sie mehr über diesen neuen Wirkstoff gegen Staphylococcus aureus und über weitere Leuchtturmprojekte im DZIF.