PANTIPA: Präklinische Entwicklung von aus Patienten gewonnenen monoklonalen Antikörpern gegen Pseudomonas aeruginosa
Pseudomonas aeruginosa ist ein bakterieller Erreger, der lebensbedrohliche Infektionen wie Sepsis oder Lungenentzündungen verursachen kann und häufig gegen mehrere Antibiotika resistent ist. Ein zentrales Angriffswerkzeug dieses Bakteriums ist das Typ-III-Sekretionssystem (T3SS) mit dem Protein PcrV. DZIF-Forschende haben herausgefunden, dass chronisch infizierte Patientinnen und Patienten hochwirksame Antikörper gegen PcrV entwickeln. Darauf aufbauend konnten monoklonale Antikörper (mAbs) hergestellt werden, die das T3SS blockieren und so die Virulenz von P. aeruginosa reduzieren. Ziel des PANTIPA-Projekts ist die Entwicklung eines patientenabgeleiteten monoklonalen Antikörpers zur Behandlung schwerer P. aeruginosa-Infektionen.
Nach erfolgreichen präklinischen Untersuchungen wurde UHC-D9b als Entwicklungskandidat ausgewählt und geht nun in die nächste Entwicklungsphase mit Prozessentwicklung und GMP-konformer Herstellung. Langfristiges Ziel ist es, UHC-D9b für zwei mögliche Anwendungsgebiete zu entwickeln: zum einen für die gezielte Behandlung akuter P. aeruginosa-Infektionen wie Lungenentzündungen oder Sepsis und zum anderen für den vorbeugenden Schutz besonders gefährdeter Patientinnen und Patienten durch passive Immunisierung.
Das translationale Projekt PANTIPA wird als DZIF-Leuchtturmprojekt besonders gefördert. Erfahren Sie mehr über PANTIPA und über weitere Leuchtturmprojekte im DZIF.