Helicobacter pylori im Elektronenmikroskop
© HZI/ M. Rohde

Gastrointestinale Infektionen

DZIF-Wissenschaftler wollen Magen- und Darmkeime gezielt stoppen.

Magen-Darm-Infektionen werden durch eine Vielzahl von Bakterien, Viren und Parasiten hervorgerufen. Allein an Durchfallerkrankungen sterben laut WHO jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen weltweit. Besonders betroffen von Durchfällen und Erbrechen bis hin zu Unterernährung und Tod sind Kinder unter fünf Jahren in Entwicklungsländern. Neben den Durchfallerregern ist einer der bedeutendsten Krankheitserreger des Magen-Darm-Trakts Helicobacter pylori. Eine Infektion mit diesem Bakterium, von dem geschätzt jeder zweite Mensch betroffen ist, ist Hauptursache für die Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs.

Der DZIF-Forschungsbereich „Gastrointestinale Infektionen" zielt auf eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Vorbeugung bakterieller Infektionen des Magens und des Darms. Die Wissenschaftler entwickeln unter anderem neue Behandlungsstrategien, die sich selektiv gegen einen spezifischen Krankheitserreger oder bestimmte Erregergruppen richten. Sie erforschen die Zusammensetzung der natürlichen Magen-Darm-Flora und die Rolle der Mikroorganismen bei der Entstehung von Krankheiten. Außerdem werden Impfstoffe zur Vorbeugung und Therapie entwickelt.

Forschung zu "Gastrointestinale Infektionen"

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